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Moldawien
 
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Sehenswürdigkeiten in Moldawien

     
 
Kischinau

An den Ufern des Flusses Bik liegt die Hauptstadt Moldawiens, Kischinau, das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, kulturelle und touristische Zentrum der Republik. Grünanlagen und hübsche Teiche prägen das Stadtbild. Die Bombenangriffe haben während des zweiten Weltkrieges den Großteil der Altstadt in Schutt und Asche gelegt, so dass nicht viel von ihrem einstigen Flair übriggeblieben ist.

Ein großer Triumphbogen ziert den Zentralpark im Norden der Stadt. Straßen und Gässchen tragen oft Doppelnamen, rumänische und russische. Statuen berühmter Männer wie jene des moldauischen Fürsten Stefan des Großen oder das Denkmal des hier zwischen 1820 und 1823 in Verbannung lebenden Dichters Alexander Puschkin kann der Besucher auf seinen Spaziergängen entdecken.

Im Museum der Nationalgeschichte ist die sowjetische Invasion Kischinaus 1945 eindrücklich dokumentiert. Die Galerie Brancusi beherbergt eine sehenswerte Sammlung zeitgenössischer Kunst.

Der Name Chișinău ist wahrscheinlich vom ungarischen Namen Kiss-Jenö ableitbar. Kiss heißt im Ungarischen "klein", und Jenö ist der Name eines der sieben ungarischen Stämme. Als das Kumanische Reich im 13. Jahrhundert besiegt wurde, geriet die Region unter ungarische Hegemonie. Die Szekler errichteten in dieser Region Befestigungen, um das Königreich Ungarn gegen Mongoleneinfälle zu schützen. Dazu zählen Miclauseni (ung. Mikloshely), Orhei (ung. Várhely) und Ciobruci (ung. Csupor) unweit der heutigen Hauptstadt Moldawiens. Dies macht einen ungarischen Ursprung plausibel.
 
     


     
 
Vadul-Lui-Voda - der berühmteste Kurort Moldawiens

«Wir atmen reine Alpenluft!», behaupten die Bewohner von Vadul-lui-Voda am Ufer des Dnjestr mit Stolz.

Forschungen bestätigen, dass in der Umgebung des Städtchens die Sauerstoffkonzentration in der Luft mit 20% jene anderer osteuropäischer Städte übertrifft und dadurch wirklich der Alpenluft vergleichbar ist.
 
     


     
 
Orheiul Vechi - das Freilichtmuseum

Orheiul Vechi ist eine archäologische Ausgrabungsstätte unweit des Dorfes Trebujeni, ca. 60 km von Kischinau entfernt.
Die Spuren der alten Zivilisationen fügen sich harmonisch in die liebliche Landschaft ein: von den Zeugnissen und Artefakten der ältesten steinzeitlichen Siedlung bis hin zu den mittelalterlichen Befestigungsmauern, die gegen die tatarisch-mongolischen Invasion (12.-14. Jh.) errichtet wurden und nach der Eroberung durch die Goldene Horde von den Tataren selbst weiter ausgebaut wurden.

So sieht der Besucher Trümmer einer Moschee, Ruinen zweier Mausoleen, einer Karawanserei, zweier Hammam-Bäder und auch ein typisches moldauisches Haus.
 
     


     
 
Das Höhlensystem von Criva

1959 werden im Gipssteinbruch in der Umgebung des Dorfes Criva, im Nordosten Moldawiens, Sprengarbeiten durchgeführt. Zwei Erdspalte öffnen sich und Wasser sprudelt hervor – so wurde eines der größten Höhlensysteme der Welt entdeckt, das die Bewohner dieser Gegend Cenusareasa, Aschenputtel, nennen.

Die "Emil Racovita Höhle" – dies der offizielle Name - gilt mit ihren 89 km langen Höhlenräumen, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken, als die drittgrößte Gipshöhle und als achtlängste Höhle der Welt. Von besonderer Schönheit sind ihre großen Hallen und die über 20 Höhlenseen.

Gefährdet wurde sie vom deutschen Gipsmulti KNAUF, der seit 1996 den hochreinen miozänen Gips in großem Stil abbaut: Höhlenräume der berühmten "Emil Racovita Höhle" sind zerstört, viele Höhlengänge wurden geflutet und der Haupt-Höhlenzugang sogar blockiert.
 
     


 
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