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 Aschgabad, die Hauptstadt Turkmenistans, befindet sich, fleißig bewässert, mitten in der Wüste im Süden des Landes. Erdbeben haben sie mehrmals in Schutt und Asche gelegt. Heute ist sie ein wichtiges Industrie- und Kulturzentrum, beherbergt eine Akademie der Wissenschaften, drei Theater und eine Oper. Dem Museum der Schönen Künste fällt die wichtige Rolle zu, für die Verbreitung der Nationalkultur zu sorgen.
Es beherbergt wichtige Kunstsammlungen (mittelalterliche Ikonen, Portraits aus dem 19. Jh.), Gemälde, während der Hauptbereich ausschließlich der turkmenischen Kunst vorbehalten ist: hier finden wir eine reiche Sammlung einzigartiger Teppiche, darunter auch den größten der Welt, der eine Oberfläche von 139,5 m2 hat.
Aber Aschgabat ist auch das im Zuckerbäckerstil erbaute steinerne Vermächtnis des wohl bizarrsten Despoten, den es in den letzten 60 Jahren auf der Welt gegeben hat: Saparmurat Nijasov, genannt Turkmenbaschi, "Haupt aller Turkmenen". Die Stadt ist voll mit den vergoldeten Riesenstatuen dieses Führers. Von dem sogenannten "Neutralitätsturm" dräute noch unlängst der 15 m hohe Turkmenbaschi in Gold. Im Tagesverlauf bewegte er sich mit der Sonne, damit nie ein Schatten auf sein Gesicht falle. Turkmenbaschis Zahnarzt, der jetzige Präsident, ließ die Statue im August 2010 entfernen...
Mehrere Ausflüge sind von Aschgabad aus zu empfehlen: 15 km von der Stadt entfernt befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte der alten Hauptstadt der Parther, Nisa.
200 km weit weg bzw. eine Flugstunde entfernt stehen die Ruinen der antiken Oasenstadt Merw. Die älteste Siedlungsschicht weist in die Jungsteinzeit zurück. Alexander der Große hat diese Stadt erobert, Yazdegerd III., der letzte Sassanidenherrscher, wurde 651 n. Chr. hier ermordet, Araber, Seldschuken, Mongolen haben hier gehaust.
Etwa 100 km westlich von Aschgabad, am Fuße des Gebirgszugs Kopet-Dag, liegt das Dorf Bakharden. Hölzerne Stiegen führen durch eine Höhle 65 m hinab zum unterirdischen See Köw Ata mit einer Oberfläche von 2500m2 und einer Tiefe von 16 m. |
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