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Sehenswürdigkeiten von Usbekistan



Chiwa und seine Festung Itchan Kala

Chiwa und seine Festung Itchan Kala


Nach einer Legende wurde Chiwa gegründet, als Noahs Sohn Schem an diesem Ort einen Brunnen ausgrub. Die Stadt existierte zweifellos schon im 5. Jh. v. Chr. und diente als Warenumschlagplatz an der Seidenstrasse, die Indien mit dem Kaspischen Meer und der Wolga verbindet.

Unter den besonders interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt erwähnen wir das massiv gebaute, aber unvollendet gebliebene Minarett Kalta-Minor, das mit Ornamentgürteln aus blauen, türkisfarbigen, grünen und weißen Fliesen geschmückt ist; den Säulenwald im Halbdunkel der Juma-Moschee; die Kunya-Ark-Zitadelle; den reich verzierten Tosh-Khovli-Palast, die Islam-Hoja-Medrese und ihr an einen Leuchtturm erinnerndes Minarett – Chiwas höchstes Bauwerk – und auch das mit prächtigen Kacheln verzierte Pahlavon-Mahmud-Mausoleum.
Amudarja, der Fluss

Amudarja, der Fluss

Die Kysylkum-Wüste (Roter Sand)

Die Kysylkum-Wüste (Roter Sand)

Buchara, die Altstadt

Buchara, die Altstadt


Buchara auf dem heiligen Hügel der Feueranbeter. Der große Warenumschlagplatz an der Seidenstraße. Hier wirkte um das Jahr 1000 der große persische Arzt Avicenna, der in Europa für die lateinische Scholastik als wichtigster Vermittler der aristotelischen Philosophie gilt.

Begeben Sie sich in Buchara in die Zitadelle Ark, die alte Residenz der Khans von Buchara: treten Sie durch das wuchtige Tor in ihren weiten, gepflasterten Innenhof, betrachten Sie den Marmorthron des Emirs und besuchen Sie den Krönungssaal.

Bewundern Sie der Zitadelle gegenüber den prächtigen Bala-Khauz-Komplex und die zwanzig schlanken bemalten Holzsäulen an der offenen Seite des Eingangiwans – diesem Wahrzeichen persischer Architektur –, die sich im glitzernden Wasserbassin spiegeln.

Im Kirov Park betreten Sie das Mausoleum von Ismail Samani, unter dessen Herrschaft im 9. Jh. die persisch-muslimische Dynastie der Samaniden zur dominierenden Macht des islamischen Ostens wurde. Er gilt als „Vater der Tadschiken“. Bekannt ist Ismail auch, weil er die Oghusen (die türkische Stammeskonföderation) zurückdrängte und dadurch jene Kettenreaktion in der Steppe auslöste, die zum Erscheinen der Magyaren (d. h. der Ungarn) in Pannonien führte (um 895).

Ein wenig nordöstlich vom Samaniden-Mausoleum befindet sich das von einer kegelförmigen Kuppel überragte Mausoleum Tschschma Ayyub. Es liegt in der Nähe des Kolchosen-Marktes. Im Stadtzentrum in einem verwinkelten Gassenlabyrinth können Sie mehrere Medresen bewundern wie zum Beispiel die Islamschule von Amir Alim Khan und jene des Ulugbek. Schlendern Sie durch die Basare und entspannen Sie sich in einem Hammam des 16. Jh.
Buchara, der Pilgerfahrtort "Bakhaoudti Nakchbandi" (XIV-XX Jh.)

Buchara, der Pilgerfahrtort

Buchara, der Sommerpalast des Emirs "Sitorai Mokhi-Khossa" (XIX-XXs)

Buchara, der Sommerpalast des Emirs

Buchara, die Nekropole "Tchor-Bakr" (XVI Jh.)

Buchara, die Nekropole

Buchara, Hammam vom 16. Jh

Buchara, Hammam vom 16. Jh

Gijduwan, das Dorf der Keramik

Gijduwan, das Dorf der Keramik


Guijdouvan, un des sites les plus anciennes d’Ouzbékistan, située à une cinquantaine de kilomètres au Nord de Boukhara, est depuis toujours considéré comme un grand centre culturel commercial et artisanal de la Grande route de la Soie.

L’atelier-musée de la céramique de Guijdouvan, où travaille le maître céramiste, Abdullo Narzullaev, assisté de ses élèves et de sa famille, est un lieu très visité. Cet ensemble comprend un musée de la céramique, une salle d’exposition, un atelier de céramique et une maison traditionnelle. L’Ouzbékistan compte quelques vieux centres de céramique traditionnelle, dont les styles sont très différents les uns des autres. Le musée en présente les principaux spécimens.

L’artisanat de la céramique polychrome et la broderie jouent un grand rôle dans la vie économique est sociale de Guijdouvan. L’école de Guijdouvan occupe une place particulière parmi les école de céramique de l’Asie Centrale. C’est actuellement l’unique centre de céramique polychrome de la région de Boukhara qui était autrefois un grand centre de production de céramique traditionnelle.

Dans l’atelier de fabrication, le visiteur peut se familiariser avec tout le processus de fabrication : le travail sur le tour, les motifs de décoration, les méthodes traditionnelles de préparation de couleurs qui sont écrasés par une meule mis en action par un âne et enfin la cuisson dans des fours traditionnels : les Humdons. Les visiteurs qui sont intéressés par un programme d’échange, ont la possibilité de loger et travailler sur place. Des programmes individuels sont proposés qui tiennent compte des intérêts, des souhaits et de la compétence de chacun.
Die Stadt Samarkand

Die Stadt Samarkand


Samarkand – "das Rom des Ostens, die Perle der östlichen islamischen Welt..." mit diesen Worten wurde die Stadt von den Dichtern besungen.

Samarkand ist eine der ältesten Städte der Welt. Es ist so alt wie Rom und blickt auf deine 2750-Jährige Geschichte zurück. Diese uralte orientalische Stadt liegt inmitten des so genannten „mittelasiatischen Zwischenstromlandes“, das im Altertum als Transoxanien bzw Mawerannachr bekannt war. Im Laufe der Jahrhunderte war Samarkand erst Hauptstadt von Sogdiana, hermacht die Hauptstadt der zentralasiatischen Reiche der Samaniden, Karachaniden, Timuriden und Scheibaniden.

Heutzutage ist diese Stadt eines der Hauptkulturzentren der Republik Usbekistan, welches eine Unmenge von historischen Bauten sein Eigen nennt. Dank seiner architektonischen und archäologischen Meisterwerke gehört Samarkand zum UNESKO –Weltkulturerbe. Die Stadthat in der Vergangenheit eine grosse Anzahl bedeutender Staatsleute, Gelehrte und Geistliche hervorgebracht. Unter ihren waren z.B. Alxander der Grosse und Ismail Samani, die Imame Al-Bukhari und Al-Maturidi, die Sultane Sanjar, Dschingis-Khan, Amir Temur, Mirzo Ulugbek, Hadschi Achrar und Sachr ad-Din Babur.

Im Stadtkern von Samarkand, der „Cité Turquoise“, dürfen Sie auf keinen Fall das monumentale Ensemble des Registan, des „Sandplatzes“, verpassen, wo sich rechts die Medrese, d.h. Islamschule, Scher-Dor mit ihren überraschenden Ornamenten einer Jagd befindet. Links steht ein altes regionales, kulturelles Zentrum - die Ulugbek Medrese. Hier begegneten sich Gelehrte, Astronome und Dichter. In der Mitte befindet sich die grosse Medrese Tillia-Kari, reich verziert mit Gemälden und restaurierten Vergoldungen.

Entdecken Sie auch das bemerkenswerte Ensemble von Gur Emir, das „Grabmal des Gebieters“, d.h. von Tamerlan. Hinter der Medrese Scher-Dor liegt die Bibi Khanum Moschee. Sie ist eine der grössten der Welt. Oberhalb der archäologischen Fundstelle von Afrasiab werden Sie auf das einzigartige Observatorium von Ulugbek stossen, ein Wahrzeichen der Wissenschaft aus dem 15. Jh. Ulug Beg wird der Spruch zugeschrieben: „Die Religionen zerstreuen sich wie Nebel, die Zarenreiche zerstören sich von selbst, aber die Arbeiten des Gelehrten bleiben für alle Zeiten. Das Streben nach Wissen ist die Pflicht eines jeden!“

Das architektonische Meisterwerk und spektakulärste Monument Zentralasiens ist der Registan. Es besteht aus einem harmonisch aufeinander abgestimmten Ensemble majestätischer Bauwerke, deren Wände herrliche azurblaue Kacheln bedecken. Sogar als Ruine macht die gigantische Bibi-Khanum Moschee einen imposanten Eindruck. Einst war sie das Kleinod in Tamerlans Reich und eine der grössten Moscheen der islamischen Welt - dann fiel sie ihrer eigenen Masslosigkeit zum Opfer. Die Architekten hatten zu tollkühn experimentiert, sie hatten die Bautechnik in der Tat bis an ihre Grenzen getrieben. Im Laufe der Jahrhunderte zerfiel sie nach und nach, bevor sie infolge eines Erdbebens im Jahre 1897 gänzlich zusammenbrach.
Samarkand, das Platz von Registan

Samarkand, das Platz von Registan


Im 14. Jh. Blieb nach der mongolischen Invasion das Leben am Afrasiab stehen und Alt-Samarkand verschob sich nach Süden. Der Platz Registan war im Zentrum der Stadt, wo die Haupt-Moschee erbaut wurde. Hierher führten radial angelegt sechs Hauptstrassen. Zu Lebzeiten des Amir Temur hatte der Registan die Bedeutung eines Handwerks-, Handels- und Öffentlichkeitszentrums. An der Strassenkreuzung wurde eine grosse Markthalle, die Tim Telpak-Furuschan, errichtet.

Zu Lebzeiten des Ulugbek wurden am Registan Militärparaden durchgeführt und Erlasse verkündet. Der Platz wurde aufs Neue mit monumentalen Bauten bebaut. Als erstes Bauwerk entstand die imposante Medrese Ulugbek, dann wurde, ihr gegenüber, die riesige Sufi-Chanaka errichtet. An der südlichen Seite des Platzes fanden anstelle der alten Haupt-Moschee die neue Dschuma-Moschee und an der nördlichen Seite der Karawanserei Mirsoi ihren Platz. Im 16. Jh. verfielen die Bauwerke des Registan allmählich. Eine erneute herrschaftliche Bebauung fand erst wieder unter dem Herrscher Samarkands Jalangtusch-Bij statt. Zu Anfang baute er im ersten Drittel des 17. Jh. anstelle der Chanaka die Mederse Schir-Dar. Mitte des 17. Jh. entstand anstelle des Karawanserei Mirsoi die Merese Tella-Kari.
Samarkand, Dschuma-Moschee & Madrassa und Mausoleum Bibi Chanum

Samarkand, Dschuma-Moschee & Madrassa und Mausoleum Bibi Chanum


Die Mosche Bibi-Chanum wurde nach dem Beschluss von Amir Temur als die Dschuma-Moschee bzw. Freitagsmoschee (Haupt-Moschee) seiner Hauptstadt Samarkand errichtet. Sie hatte ein riesiges Eingangstor, das zu beiden Seiten mit mächtigen Pfeilern befestigt wurde. An den Ecken der Mosche befanden sich Minarette mit einer Höhe bis 50m.

Das Haupteingangstor zierte eine einzigartige Bronze-Tür, die aus Samarkand während der iranischen Invasion unter Scheich Nodir 1740 als Trophäe „entführt“ wurde. Der geräumige Innenhof der Moschee (130-102 m) fasste weit über tausend Gläubige. Auf seinen Achsen waren drei Kuppelbauten angeordnet: das Hauptgebäude der Moschee und zu beiden Seiten noch zwei kleinere Wintermoscheen. Im Zentrum des Hofes steht ein riesiges marmornes Pult für einen übergrossen Koran, das noch zu Lebzeiten Ulugbeks angefertigt wurde. Der Bau der Moschee war bereits 1399 nach dem Indischen Feldzug des Herrschers begonnen worden und wurde nach 5 Jahren beendet. Die Moschee trägt den Namen der ältesten Frau des Amir Temur Sarai Mulk-Khanum – Bibi Khanum. Ende des 18. Jh. lag die Haupt-Moschee von Amir Temur in Ruinen, blieb aber eine der majestätischsten Moscheen der Welt. Die Haupt-Moschee wurde durch Erdbeben stark beschädigt und bis heute sind nur 60% des Gesamtvolumens des Bauwerks erhalten. Seit dem Ende des 20. Jh. werden in Samarkand umfangreiche Wiederaufbauarbeiten an der Moschee Bibi Khanum durchgeführt.
Samarkand, das Mausoleum Gur-Emir (14 Jh.)

Samarkand, das Mausoleum Gur-Emir (14 Jh.)


Die berühmte Timuriden – Nekropole Gur-e Amir entstand zuerst als Grabstätte für Temurs Lieblingsenkel Muchammad-Sultan. Er war der Sohn des älteren Sohnes von Amir Temur Djachongir und der Enkelin der Usbek-Chan; gleichzeitig war er offizieller Thronfolger und Mitherrscher der Reiche. Ende des 14. Jh. liess Muchammad-Sultan in Samarkand neben dem Ruchabad-Mausoleum ein geistliches Zentrum, das aus einer Madrasa und einer Sufi – Chanaka bestand, bauen. Als 1403 Muchammad-Sultan unerwartet starb, liess Amir Temur an dieser Stelle die Familiengruft bauen, wo in erster Linie der Enkel begraben wurde. Über diese Familiengruft wurde ein imposantes Mausoleum, das den Namen Gur-e Amir bekam, errichtet. Nach seinem Tod wurde auch Amir Temur 1405 in einem Marmor – Sarkophag in Muchammad – Sultans Gruft bestattet.

Mitte des 15. Jh. wurde das Mausoleum Gur-e Amir durch Temurs Sohn Schachruch und seinen Enkel Mirzo Ulugbek zur Familiengedenkstätte der Timuriden umgebaut. In dieser Familiengruft unter dem Mausoleum wurden auch die sterblichen Überreste des geistlichen Lehrers Amir Temurs, Scheich Said Berke, beerdigt. Das Grab von Amir Temur befindet sich „am Fussende“ von Said. Sein Grabstein in der oberen Halle wurde aus schwarzem Edelnephrit angefertigt. 1740 „entführte“ der persische Schach Nodir diesen Grabstein in den Iran, brachte ihn allerdings kurze Zeit später aus Scham an seinen Platz zurück. Das Grabmal von Muchammad-Sultan befindet sich östlich von Temurs Grab. Westlich von Amir Temur wurde erst sein Sohn Miranschach (danach Schachruch (gest. 1447) begraben.
Samarkand, die Nekropole "Shakhi Zinda"

Samarkand, die Nekropole


Die Gräbstrasse Schakhi Zinda ist eine Reihe von Mausoleen und Gedenkmoscheen, die ein einheitliches Ensemble am südlichen Abhang des Afrasiab bildet. Die Urzelle dieser Graanlage bildet das Mausoleum des Kusam ibn Abbas, eines Vetters des Propheten Mohammed. Eine Zeit lang war er Hakim von Mekka, dann aber beteiligte er sich an der Eroberung des Mawarannahr. Es gibt die Legende, dass er an der Stadtmauer von Samarkand ums Leben kam, als ein Trupp Araber ihn beim Beten durch einen Angriff überraschte. Eine andere Legende besagt, dass Kusam ibn Abbas sich in einer Höhle auf den Hügeln des Afrasiab verbarg, nachdem er mehrfach verletzt wurde. Nach einer anderen Fassung hat man ihm den Kopf abgeschlagen, den er unter den Arm klemmte und in einem Brunnen verschwand.

Bei den Karachaniden (11.-12.Jh.) war dieser Ort ein staatliches Heiligtum. Über die symbolische Beerdigung Stätte wurde ein Mausoleum errichtet. Neben diesem Mausoleum wurden Grabmoschee und Medrese gebaut. Die Kuppelwölbung wurde 1334-35 umgebaut und mit geschnittener glasierter Terrakotta dekoriert. Das prunkvolle stufenartige Kenotaph aus Keramik wurde als Ruhestätte des Kusam ibn Abbas zu Lebzeiten von Amir Temur in den achtziger Jahren des 14. Jh. errichtet. Dieser Grabstein hat die Form einer fünfstufigen Pyramide, die mit Majolika-Kacheln verkleidet war. Die Kacheln sind durch feine Pflanzenornamente verziert.

Seit dem 14. Jh. gilt Schachi Zinda als die wichtigste heilige Stätte von Samarkand. In den siebziger Jahren des 14. Jh. wurden nördlich der Gedenkstätte das Mausoleum einer unbekannten adeligen Frau (1361) und das Mausoleum Hadschi Achmed errichtet. Zu Lebzeiten von Amir Temur wurde das Mausoleum von Kusam ibn Abbas unter Beteiligung von Baumeistern aus Choresm mit mehrfarbiger Majolika verziert.

In den siebziger und achtziger Jahren des 14. Jh wurden unterhalb dieses Ortes, am Fusse der alten Stadtmauer des Afrasiab, die Mausoleen für Emir Husain, Amir Sade und zwei Ruhestätten für die Schwestern von Amir Temur, Kutlug Turkan Aga und Schirin Bek Aga, erbaut. Von den Bauten aus den achtziger und neunziger Jahren des 14. Jh. sind die Mausoleen des Amir Burunduk, zwei namenlose Portalmausoleen und das Achteck-Mausoleum erhalten. Anfang des 15. Jh. sind die Mausoleen des Amir Burunduk, zwei namenlose Portalmausoleen und das Achteck-Mausoleum erhalten. Anfang des 15. Jh. wurde im Auftrag der jüngsten Frau von Amir Temur, Tuman-Aka, auf der oberen Ebene der Gräberstrasse das Frauen-Mausoleum mit einer Grabmoschee erbaut.

Zu Lebzeiten Ulugbeks wurde die Bebauung der Schachi Zinda weiter nach unten fortgesetzt. Für den Abstieg wurde eine steile Treppe angefertigt und westlich von dieser Treppe das zweikuppelige Frauenmausoleum erbaut. Unten, vor dem Aufstieg, wurde das Eingangsportal errichtet. Das im Laufe der Jahrhunderte errichtete Ensemble zeichnet sich durch eine prachtvolle architektonische Verzierung aus.
Samarkand, Heilige Stätten von Daniel

Samarkand, Heilige Stätten von Daniel


Samarkand ist auch durch seine heiligen Stätten berühmt. Besonders alte dieser Stätten befinden sich auf dem Afrosiab. Hier wären die Moscheen Hasrati Hisir, Schahi Zinda und Hadschi Danijar zu nennen. Sie haben vorislamische Wurzeln und waren in der Vergangenheit Stätten des Naturkultes. Der Masar (Grabmail) des Hadschi Danijar liegt an der nördlichen Seite des Afrasiab am Fluss Siab neben einer Heilquelle. Laut der Legende sind hier die Überreste des Propheten Danijar (Daniel) begraben, weswegen dieser Platz als heilige Stätte nicht nur von Mohammedanern sondern auch von Christen und Juden verehrt wird.

Zu den Hauptheiligtümern von Samarkand zählen auch die Grabstätten der bedeutenden islamischen Theologen Imam Al-Bukhari (gest. 870) und Hadschi Al-Maturidi (gest. 944). Das heutige Mausoleum Al-Maturidi wurde auf dem Gelände des heiligen Friedhofs Tschokardisa errichtet. Hier wurden laut der Überlieferung Mitte des 12. Jh. die Soldaten des islamischen Heeres von Sultan Sandschar bestattet, die in dem ruhmreichen Krieg in der Katvan-Steppe gegen die Kara-Chinesen gefallen waren. Zu den besonders verehrungswürdigen Heiligtümern von Samarkand zählen ebenso die Gräber der bedeutenden Sufi-Scheiche Hadschi Ahrar und Mahdumi As’am, die zum Mittelpunkt grosser Gedenkstätten geworden sind.
Samarkand, das Mausoleum des Imams Al Buchari

Samarkand, das Mausoleum des Imams Al Buchari

Samarkand, das Museum "Afrasiab"

Samarkand, das Museum


Auf dem Gelände des Ruinenhügels von Afrasiab, auf dem Weg von der Mosche Hasrati-Hisir zur Brücke über den Fluss Siab, befindet sich das Museum der Stadtgeschichte Samarkands. Hier sind Gegenstände aus verschiedenen Epochen Samarkands wie z.B. Ossuarien, Reste antiker Klingen, Messer, Pfeilspitzen, aber auch Münzen, Keramik und originale Fresken, den Samarkander Ischkhid-Palastes aus dem 7. bis 8. Jh. angesammelt. Letztgenannter Palast wurde 1965 mitten in der mittelalterlichen Stadt hinter der dritten Stadtmauer entdeckt und freigelegt; seine Gesamtfläche beträgt 1 Hektar.

Die Decke des Thronsaals des Ischdhen-Palastes wurde von Holzpfeilern gestützt. In diesem Saal war an der Südwand die zu übermittelnde feierliche Hochzeitsbotschaft des Ischkhids Warchuman (zweite Hälfte des 7. Jh.) dargestellt. An der Spitze des Zuges reitet die Braut, die Tochter des Herrschers Tschaganian, auf einem weissen Elefant. Die Braut begleiten ihre Freudinnen, Würdenträger auf Kamelen und zu Pferde. Die Nordwand zeigt den Kampf der Reiter gegen Raubtiere sowie zwei Boote mit Männern und Frauen. An der Ostwand sind nachte Jungen im Wasser sowie Vögel und Tiere zu sehen. Hinter dem Thron des Ischkhids sind Szenen des Empfangs von chinesischen, tshaganianischen, Tschatschischen und ost-turkestanischen Gesandtschaften dargestellt. Der Palast wurde mehrmals umgebaut und Ende des 8. Jh. zerstört.
Samarkand, das Observatoirum von Ulugbek

Samarkand, das Observatoirum von Ulugbek


In den zwanziger Jahren des 15. Jh. erschuf der Herrscher von Samarkand, Mirzo Ulugbek, das grösste Observatoirum des Orients. In diesem Bauwerk wurde eine Reihe von astronomischen Beobachtungen gemacht, deren Ergebnisse im Sternenkatalog „Sidschi Ulugbek“ zusammengefasst wurden. Später wurde diese Sternwarte zerstört und der Ort geriet in Vergessenheit. Die Wissenschaftler Europas erfuhren von Ulugbeks Sternwarte erst im 17. Jh. nach der Veröffentlichung des „Sidschi“ in Oxford.

Anfang des 20. Jh. wurde das Observatorium von dem russischen Archäologen V. Vjatkin wieder gefunden und ausgegraben. Es fanden sich Teile der Hauptinstrumente – so des senkrechten Winkelmessers mit einem Halbmesser von 40.2 m und dem 63m langen Kreisbogen. An Stelle der Sternwarte befindet sich heutzutage das Ulugbek-Museum.
Shahrisabz

Shahrisabz

Taschkent, die neue Stadt

Taschkent, die neue Stadt


Taschkent ist die Hauptstadt von Usbekistan und war früher die viertgrösste Stadt der Sowjetunion. Taschkent ist die Drehscheibe Zentralasiens und gut in die internationalen Flüge eingebunden. Sie ist jedoch nicht ein touristisches Reiseziel.
Nach der Oktoberrevolution 1917 und infolge eines verheerenden Erdbebens im Jahre 1966 wurden die meisten historischen und sakralen Bauwerke der Stadt zerstört.

Trotz dieses Verlustes hat Taschkent zahlreiche Museen, die an die Vergangenheit der Stadt erinnern. Das staatliche Kunstmuseum birgt eine schöne Sammlung turkmenischer Kunst, Objekte der zoroastrischen Periode, jahrtausendealte Buddha-Statuen und Wandmalereien aus Sogdien, einer alten Region Zentralasiens. Das Museum der dekorativen und angewandten Künste, eröffnet im Jahre 1937, stellt bestickte Wandbehänge und Replika antiken Schmucks aus und besticht durch seine traditionelle Architektur. Man findet auch andere Museen für Geschichte, Literatur, Geologie oder den Eisenbahntransport. Gönnen Sie sich eine Vorstellung in der Oper Navoi, wo klassische Opern aufgeführt werden (die günstigsten der Welt).
Taschkent, Khast-Imom Komplex

Taschkent, Khast-Imom Komplex

Taschkent, der Basar Chorsu

Taschkent, der Basar Chorsu

 
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